Lexikon

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G

Golfellenbogen

Der Begriff „Golfellenbogen“ (Syn. = Golfarm, Epicondylitis medialis humeri) beschreibt eine Sehnenerkrankung im Bereich des inneren Ellenbogens. Das Krankheitsbild gleicht – bis auf die Lokalisation – in seiner Beschreibung grundsätzlich dem „Tennisellenbogen“. Weiteres finden Sie dort.

 

K

Krankengymnastik

Der Begriff ‚Krankengymnastik‘ ist aus unserer Sicht völlig überholt & veraltet. Bereits seit 1994 (über 20 Jahre!) ist unsere Berufsbezeichnung Physiotherapeut. Das sich daraus ableitende Standard-Heilmittel (ohne Erweiterung oder Zusatzqualifikation) sollte Physiotherapie heißen und nicht Krankengymnastik. Leider findet dieser unsinnige Begriff in der aktuellsten Version des Heilmittelkatalogs immer noch Verwendung. Weiteres finden Sie in der Darstellung unseres Selbstverständnisses hier.

M

Manuelle Therapie (Definition)

Manuelle Therapie ist eine Spezialisierung innerhalb der Physiotherapie, um muskulo-skelettale Störungen / Läsionen anhand eines „Clinical Reasoning“ zu beurteilen und auf Basis dieser Beurteilung spezifisch zu intervenieren. Dieser Prozess findet im Rahmen eines biopsychosozialen Denkmodells statt und integriert die vorhandene wissenschaftliche und klinische Evidenz, um der individuellen Störung des einzelnen Patienten gerecht zu werden.

(mod. nach Elvey & O’Sullivan 2004, IFOMPT 2004; Quelle: Kristant T. (2010) Skripte zum Zertifikatskurs Manuelle Therapie, MTE Institut für muskuloskelettale Diagnostik und Therapie, Bochum)

S

Sektoraler Heilpraktiker Physiotherapie

Dem sektoralen Heilpraktiker Physiotherpie ist es „gemäß §1 Abs. 1 des Gesetzes über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergestz) vom 17.02.1939 […] in der z.Zt. gültigen Fassung“ erlaubt die Heilkunde auf dem Gebiet der Physiotherapie auszuüben. Einfacher gesagt darf ein Physiotherapeut mit einer solchen Erlaubnis Sie auch ohne ärztliche Verodnung untersuchen und behandeln.

Schmerz (Definition)

„Schmerz“ ist in ein komplexes Phänomen, das sich nicht in wenigen Worten erklären lässt. Zumindest ist die Annahme grundfalsch, dass Schmerz einzig das Zeichen bzw. das Resultat einer Verletzung ist. Die Wahrnehmung „Schmerz“ ist vielmehr das Ergebnis eines hochkomplexen, vielfältigen und veränderbaren Verarbeitungsmechanismus. So wundert es nicht, dass die Fachwelt bezüglich einer einheitlichen Definition lange gerungen hat. Das (unserer Meinung nach absolut treffende) Ergebnis ist die Definition der International Association for the Study of Pain (IASP):

Pain is „An unpleasant sensory and emotional experience associated with actual or potential tissue damage or described in terms of such.“ (IASP 1994)

Ins Deutsche übersetzt ist Schmerz „Eine unangenehme Sinnes- oder Gefühlswahrnehmung, welche mit tatsächlicher oder potenzieller Gewebsschädigung einhergeht oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“

T

Tennisellenbogen

Der Begriff „Tennisellenbogen“ beschreibt eine Sehnenerkrankung im Bereich des äußeren Ellenbogens. Diese äußert sich in Form von Schmerzen im selben Bereich mit oder ohne Schmerzausstrahlung in den äußeren Unterarm und/oder dessen Rückseite. Außerdem erleben Betroffene einen Kraftverlust bei Faustschluss-aktivitäten wenn sie z.B. etwas festhalten oder greifen möchten.

Im medizinischen und umgangssprachlichen Alltag sind u.a. folgende Synonyme – also austauschbare Begriffe – für Tennisellenbogen gebräuchlich: Tennisellbogen, Tennisarm, Epicondylitis lateralis humeri*, sowie international auch Lateral epicondylalgia, Lateral elbow tendinopathy. Seltener auch Mausarm.

Die Behandlung ist zwar mitunter langwierig aber – eine moderne Betrachtung* des Krankheitsbildes vorausgesetzt – eher unkompliziert.

 

*Die Wortendung „-itis“ beschreibt hier einen entzündlichen Prozess im Sehnengewebe, sodass oftmals mit Ruhigstellung, Cortisol Injektionen und entzündungshemmenden Schmerzmedikamenten behandelt wird. International gilt auf Basis umfangreicher Studien jedoch als erwiesen, dass Entzündungen im Verlauf der Erkrankung keine Rolle spielen. Vielmehr stehen z.B. degenerative Gewebsveränderungen im Vordergrund für die Übungsprogramme die beste Therapieform zu sein scheinen.

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